Seit der rechtzeitigen Meldung im Dezember für den im Rahmen der Winterlaufserie Mörfelden am 22.02. veranstalteten Halbmarathon (seit Anfang Januar war ausgebucht, wohl weil 20€ Startgeld mittlerweile echt günstig ist) habe ich mich verstärkt ums Lauftraining gekümmert und war mit 200 Trainingskilometern bis zum Wettkampftag eigentlich gut vorbereitet.
Nur die Idee, in den beiden Tagen vorher die Küche auszuräumen, um neues Laminat zu verlegen, war kontraproduktiv. Jedenfalls haben schon bei der Warmlaufrunde Oberschenkel und Rücken gezwickt. Wetter war deutlich wärmer als in den Tagen zuvor, also hat kurze Hose und Langarmshirt gereicht. Dummerweise gab es entgegen der Vorhersage ein paar Regenschauer unterwegs, das war zwar ohne Kappe noch verträglich, aber der erste (und zehneinhalbte) Kilometer wurde zusehends matschiger und voller werdende Pfützen ließen den Laufweg stellenweise enger werden.
Da ich keine Wunderleistung erwartet habe, blieb ich bei der Startaufstellung hinter dem 2h15m Läufer. Obwohl ich die ersten Kilometer im 6:15er Schnitt gelaufen bin, hab ich den Typ nie mehr gesehen, auch nicht nach der Hälfte mit 1h07m. Die Pace konnte ich dann wegen dicker werdenden Oberschenkeln nicht mehr halten, aber gelegentliche Gehpausen auf den letzten 5 Kilometern waren schmerzhafter als das Weiterlaufen. So waren es am Ende 2h21m, garnicht mal viel schlechter als erhofft. Dummerweise waren nur 383 statt 480 gemeldeter Teilnehmer am Start, sonst hätte ich mehr als 48 hinter mir gelassen.
Auch zwei Tage später sind die Oberschenkel immer noch wie Beton, da hat gestern eine halbe Stunde auf dem Ergometer nicht viel geholfen. Egal, nächste Woche gehts mit allen drei Sportarten wieder los.